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Wissen wollen: Projektpartner AWV geht mit Quiz in die praktische Erprobung

Das Projekt weiter.digital geht erste Schritte Richtung Praxis und Anwendung. Bereits zu Projektbeginn zeigte sich bei der Eruierung des Weiterbildungsbedarfes der Mitarbeiter*innen in KMU durch eine Befragung zu individuellen Interessen, dass in der Immobilienbranche ein Schwerpunkt vor allem auf rechtlichen Fragen bzw. Neuerungen der Gesetzeslage liegt. Tagesseminare zu Themen wie Wohneigentumsrecht oder Wohn- und Gewerberaummietrecht hatte der Projektpartner Akademie für Wirtschaft und Verwaltung GmbH (AWV) für Juni 2020 geplant und konnte sie glücklicherweise trotz Corona auch als Präsenzveranstaltung durchführen – natürlich unter den erschwerten Bedingungen der geltenden Hygieneauflagen.

Lernende testen bei der AWV ein neues Lern-Tool – und stellen nebenbei ihr Wissen auf den Prüfstand

In diesem Kontext startete die AWV als erster Projektpartner mit dem Testlauf für das am Medienzentrum der TU Dresden entwickelte Medienkompetenztool und erprobte gleichzeitig zum ersten Mal überhaupt ein digitales Lernwerkzeug – in diesem Fall ein thematisches Quiz. Der Referent hatte bereits im Vorfeld Wissensfragen beigesteuert und mit Unterstützung der TU Dresden wurde für jede Veranstaltung eine kurze Befragung zur grundsätzlichen Weiterbildungsmotivation, ein Einstiegsquiz als Wissenstest sowie eine Nachbefragung zu den Erfahrungen mit dem Quiz auf der hauseigenen ILIAS-Lernplattform eingestellt. Das Kernstück bildet dabei das Quiz, bei dem die Seminarteilnehmer*innen vorab ihr Wissen testen können. Damit sind sie innerlich auf das Thema eingestellt und erkennen gegebenenfalls eigenständig Wissenslücken und Weiterbildungsbedarfe. Durch diesen Impuls können die Teilnehmenden im Vorfeld schon Fragen generieren, die dann in der Präsenzveranstaltung effektiver bearbeitet werden können. Der Dozent hat zudem die Möglichkeit, die vorhandenen Kenntnisse der Teilnehmenden einzuschätzen und seine Vorbereitung entsprechend anzupassen. Für alle Beteiligten ergeben sich durch die digitale Verknüpfung von Lerninhalten und Mediendidaktik klare Vorteile in puncto individuelles und kollektives Wissensmanagement. Das Quiz wurde darüber hinaus so gut angenommen, dass sogar zahlreiche Nicht-Seminarteilnehmer*innen freiwillig die Fragen bearbeiteten, wenn sie im öffentlichen Bereich der Lernplattform mit offenen Augen und Neugier unterwegs waren und auf den Link stießen.

Dank einer praxisorientierten Schnellschulung durch die Projektmitarbeiter*innen der TU Dresden sind die Lehrenden der AWV zudem mittlerweile sogar in der Lage, selbständig neue Quizfragen zu generieren und auf der Lernplattform einzustellen. Wissenstransfer findet somit bei weiter.digital in jeder Dimension statt, so dass man tatsächlich nicht nur von einer win-win-win-Situation sondern vor allem auch von einem learn-learn-learn-Prozess sprechen kann.

weiter.digital geht trotz Corona weiter: digital!

Maskenpflicht, Abstandsregelung, Dienstreiseverbot, Kontakt-Tabu, Ausgangssperre, Untersagung von Publikumsverkehr, Kitaschließung – die Maßnahmen laut Allgemeinverfügung vom 18. März 2020 im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie haben den Regelbetrieb aller Projektpartner stark eingeschränkt und das Arbeitsleben der beteiligten Mitarbeiter*innen erheblich beeinflusst, u.a. durch Kurzarbeit, Homeoffice nebst Kinderbetreuung und anderen Auswirkungen. Viele Betroffene haben diese Krise aber auch produktiv und konstruktiv genutzt, um sich konsequent mit den Optionen digitaler Kommunikationsmedien und Arbeitswelten auseinanderzusetzen. Bildungsträger erproben digitale Lernplattformen, Projektpartner organisieren ihre Meetings über virtuelle Konferenz- bzw. Kollaborationssoftware, Büroarbeit läuft von zu Hause über VPN-Tunnel oder Cloudlösungen, Informationen werden über social media und messenger Dienste geteilt und Arbeitsergebnisse über Homepages und cloud-Dienste bereitgestellt. Alle Beteiligten müssen sich dafür teilweise mit neu angeschaffter Hardware, wie z.B. WebCams oder digitalen Whiteboards befassen oder sich in bisher ungenutzte Software einarbeiten.

weiter:digital
weiter.digital ist digital

Das Projekt weiter.digital hingegen konnte bereits auf Erfahrungen und etablierte Formate in der virtuellen Zusammenarbeit zurückgreifen. Eine besondere Herausforderung ist lediglich, dass die unterschiedlichen Projektpartner jeweils in ihren Häusern bereits institutionelle Lösungen installiert haben, sich also bereits auf verschiedene Plattformen, Tools, Apps und Kommunikationskanäle festgelegt haben. Für die Kooperation im Rahmen von weiter.digital ist also entscheidend, technologieunabhängig zu arbeiten und praktikable Kompromisse zu finden: die Statustreffen laufen über Skype, das Protokoll wird auf den Cloud-Server der TU Dresden gestellt, der Prototyp wird mit Adobe Captivate produziert und auf Plattformen wie z.B. ILIAS bereitgestellt. Aktuell wird über ein geeignetes Annotations-Tool für multilaterales Feedback zu Funktionalität und Usability im Sinne eines User Reviews diskutiert. Das Projekt weiter.digital beweist seine Innovationskraft und Transferfähigkeit also nicht nur in Bezug auf den in Arbeit befindlichen Prototypen eines Lern-Medien-Formats für KMU, sondern auch in der täglichen Zusammenarbeit unter erschwerten Bedingungen durch Corona. Dennoch freuen sich die im Projekt beteiligten Menschen auf ein analoges Wiedersehen in der realen Welt mit Echtzeitübertragung in 3D ohne Bildstörungen, akustische Interferenzen und Kompatibilitätsprobleme.

Gamification – Projektpartner AMS geht mit gutem Beispiel voran

Die Ausbildungsgesellschaft für Metalltechnik und Schweißer mbH nutzt aktuell die Schweißer-App „Welducation Basic“ von Fronius, um via e-learning jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, erste praktische Erfahrungen beim virtuellen Schweißen zu sammeln. Nach ein paar Trainingseinheiten können versierte Nachwuchs-Schweißer*innen sich mit den Vorgaben der Ausbilder*innen messen. So werden sie motiviert, sich spielend mit den Grundlagen ihrer handwerklichen Ausbildung zu befassen. Dank digitaler Technologie und mobiler Endgeräte auch jederzeit von überall – ohne Notwendigkeit von Präsenzveranstaltungen.

Gamification vermittelt Wissen spielerisch – ganz im Sinne von weiter.digital

Mehr Infos und einen Download-Link finden Sie hier.

Erster Sachbericht erstellt

Die Arbeiten im Projekt weiter.digital laufen planmäßig. Am 26.02.2020 wurde von allen Partnern ein Zwischenverwendungsnachweis und der 1. Sachbericht zu den Arbeiten erstellt und fristgerecht eingereicht. Die geplanten Arbeitsschritte und Methoden zur Erreichung der Projektziele wurden mit dem Arbeitspaket 1, der Bestands- und Bedarfsanalyse, umgesetzt. Die Ergebnisse der Befragungen wurden von den Projektpartnern dokumentiert und ausgewertet. In Vorbereitung der mediendidaktischen- und medientechnischen Konzeption, Arbeitspaket 2, führte die TUD eine Literatur- und Internetrecherche durch. Derzeit laufen die individuellen Arbeiten zwischen den Praxispartnern und der TUD zur Erstellung der Leitfragen für die mediendidaktische Konzeption. Zur Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit wurde ein Corporate Design erstellt, das als Erkennungszeichen des Projektes dient. Dazu zählt auch, dass die Daten auf der extra eingerichteten cloud gespeichert und miteinander ausgetauscht werden. Während der Bearbeitung des Projektes wurden die Grundsätze und Querschnittsaufgaben von Projekten immer beachtet.

Eröffnung des Pilotprojektes „Lernen 4.0“ bei Donner+Partner in Dresden

Lernen 4.0 – bei Donner+Partner am 22.01.2020 in G´Dresden

Eröffnung des Pilotprojektes „Lernen 4.0“ – mehr als 30 Klein- und Kleinstunternehmen aus Sachsen informieren sich, wie neue Lernformen in den Arbeitsalltag integrieren werden können.

Neben Informationen zur Digitalisierung und Unterstützungsmöglichkeiten des Kompetenzzentrums „Mittelsstand 4.0“ der IHK Chemnitz,zu praktischen Tipps über „IT- Sicherheit – Basics und Fördermöglichkeiten“ durch die IHK Dresden zeigte TeamJens aus Erfurt anhand praktischer Beispiele für Gastronomen auf, „warum wir digital werden müssen“.

Ergänzt wurde diese interessante Auftaktveranstaltung mit praktikablen Beispielen für Lösungen „Digitaler Lernformen und zur Motivation der Mitarbeiter“ in KKU durch die future Training & Consulting GmbH, einen Projektpartner von weiter.digital.

Treffen zur mediendidaktischen Konzeption haben begonnen

Nach einem erfolgreichen Auftakt bei der Akademie für Wirtschaft und Verwaltung GmbH am 13. Januar 2020 in Dresden war das Projektteam der Technischen Universität Dresden am 21. Januar 2020 bei der Future Training & Consulting GmbH in Chemnitz zu Gast. Im Mittelpunkt beider Treffen stand die mediendidaktische Konzeption der digitalen Medienformate, die im Projekt gemeinsam umgesetzt werden sollen (siehe Foto). Dabei wurden übergeordnete Themen und konkrete Fachinhalte festgelegt sowie Rahmenbedingungen für die mediendidaktische Umsetzung konkretisiert und die nächsten Schritte besprochen. Am 30. Januar. 2020 folgt ein weiteres Konzeptgespräch bei der AMS Ausbildungsgesellschaft für Metalltechnik und Schweißen mbH in Heidenau.

Arbeitsgruppe Digitale Medien des VSBI e.V.

Im Mittelpunkt des Treffens standen Trends der Digitalisierung in der Bildung und der Erfahrungsaustausch zu den aufgezeigten Richtungen. Deutlich wurde, dass Digitalisierung in der Aus- und Weiterbildung für alle Mitglieder des Verbandes und vor allem Kleinst- und Kleinunternehmen eine große Herausforderung ist, da 3 Faktoren eine zentrale Rolle spielen:

• die digitalen Medien bzw. Medienangebote selbst (als Lernmaterialien oder Lernwerkzeuge), Gegenstand des Projektes weiter.digital
• die Lehr- und Lernprozesse in die die Medienangebote eingebunden
sind, und
• die am Unterricht unmittelbar beteiligten Akteure, Lehrpersonen und Lernende.


Lehrerinnen und Lehrer werden im Unterricht mit digitalen Medien nicht überflüssig – im Gegenteil: Es kommt gerade auf sie an!

Kurze Ausführungen zum Stand der Projektarbeit weiter.digital durch den Vorstandsvorsitzenden für die Mitglieder der Arbeitsgruppe rundeten das Treffen ab.

Ergebnisse der Ausgangsanalyse: Weiterbildung in den KKU

Im zweiten Teil der Befragung von sächsischen Kleinst- und Kleinunternehmen (KKU) wurde untersucht, ob bzw. in welcher Form sie ihre Mitarbeitenden weiterbilden. Die Ergebnisse zeigen, dass die Unternehmen dem Thema Weiterbildung generell einen hohen bis sehr hohen Stellenwert beimessen. Dabei werden die Befragten in erster Linie durch das Internet und Printmedien, aber auch durch Empfehlungen von Kollegen und Partnern oder auf Fachveranstaltungen wie Messen auf Weiterbildungsangebote aufmerksam.

Laut eigenen Angaben greifen etwas mehr als die Hälfte der befragten KKU bereits regelmäßig auf digitale Weiterbildungsangebote zurück. Nach wie sind jedoch Präsenzschulungen die am häufigsten gewählte Form der Weiterbildung. Während viele KKU inzwischen ergänzend oder alternativ auch Online-Weiterbildungsangebote nutzen, wird das Blended Learning-Format – als Kombination von Präsenz- und Onlineveranstaltungen – praktisch überhaupt nicht eingesetzt (siehe Abb. 1). Die Nutzungshäufigkeiten weisen teilweise Parallelen zu den Einstellungen der Befragten gegenüber den jeweiligen Formaten auf. So stehen 95 bzw. 85 Prozent der Befragten reinen Präsenz- bzw. Online-Schulungen positiv gegenüber, wohingegen Blended Learning-Veranstaltungen nur bei etwas mehr als der Hälfte der Teilnehmenden (58 %) Zuspruch finden.

Abb. 1: Weiterbildungsformen in den KKU nach Häufigkeit

Die Auswertung zeigt weiterhin, dass Weiterbildungen derzeit zu etwa gleichen Teilen integriert in bzw. losgelöst von Arbeitsprozessen stattfinden. Während 95 Prozent der Befragten arbeitsplatzintegrierte Weiterbildungsangebote auch positiv einschätzen, sind dies bei losgelösten Maßnahmen nur knapp zwei Drittel (63 %).

Insgesamt wird deutlich, dass die befragten KKU zum Teil bereits Erfahrungen mit digital gestützten Weiterbildungskonzepten mitbringen und die im Projekt angestrebte Arbeitsplatzintegration von Weiterbildungsmaßnahmen befürworten. Spannend bleibt dagegen die Frage, inwieweit sich die Umsetzung des – in der Bildungsforschung gegenüber reinen Online-Veranstaltungen als überlegen erwiesenen – Blended Learning-Formats im Projekt als zielführend erweisen bzw. auf Widerstände der Teilnehmenden stoßen wird.

Ergebnisse der Ausgangsanalyse: Digitalisierung in den KKU

Um die Anforderungen an die digital gestützten Weiterbildungskonzepte festzulegen, die in unserem Projekt entwickelt werden sollen, wurden zunächst interessierte Erprobungspartner gewonnen und im Rahmen einer Ausgangs- und Bedarfsanalyse befragt. Bislang beteiligten sich 30 sächsische Klein- und Kleinstunternehmen (KKU) an der Erhebung. Sie beschäftigen derzeit im Durchschnitt 9 Mitarbeitende und sind mehrheitlich im Dienstleistungs- und Immobiliensektor sowie in den Bereichen Handwerk bzw. Haus, Garten und Bau tätig.

Im ersten Teil der Befragung wurde – analog zur Ausgangsanalyse bei den projektbeteiligten Bildungsdienstleistern – zunächst der Stand der Digitalisierung in den KKU erfasst. Dabei zeigt sich, dass die Befragten den Stand der Digitalisierung in ihren Unternehmen insgesamt als überdurchschnittlich hoch bewerten. Konkret gibt die Mehrheit der Befragten entweder einen durchschnittlichen oder einen sehr hohen Digitalisierungsgrad an.

In Bezug auf die digitale Ausstattung der KKU ergibt sich ein ähnliches Bild wie bei der Befragung der Bildungsdienstleister. Grundlegende digitale Infrastrukturen wie etwa (stationäre) Computer mit Internetzugang und Office-Software sind in guter bis sehr guter Qualität vorhanden. Dagegen bewegt sich die Qualität von eher neuartigen Hard- und Softwaretechnologien – wie beispielsweise interaktiven Whiteboards, Lernplattformen und Videokonferenzsoftware – in den Unternehmen laut den Befragten bislang nur im mangelhaften bis bestenfalls befriedigenden Bereich (siehe Abb. 1).

Abb. 1: Einschätzungen der Qualität der digitalen Infrastruktur (Auszug)

Der erste Teil der Ausgangsanalyse zeigt, dass auch bei den potentiellen Erprobungspartnern grundlegende digitale Strukturen vorhanden sind. Im zweiten Teil der Befragung wurden die KKU außerdem dahingehend befragt, welchen Stellenwert sie der Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden beimessen, in welchen Formen sie stattfindet und wie sie diese (bisher) beurteilen. Die Ergebnisse werden in Kürze in einem weiteren Newseintrag veröffentlicht.

Gemeinsamer Workshop der Projekte weiter.digital und DOmIcILE-VR am 08.10.2019

Am 08.10.2019 fand auf dem Campusgelände der AWV GmbH ein gemeinsamer Workshop der Projekte weiter.digital und DOmIcILE-VR statt. Anwesend waren Projektmitarbeiter von weiter.digital und deren Praxispartner aus der Immobilienbranche. Gemeinsam mit Lehrenden der AFBB Dresden aus dem Immobilienbereich, Projektpartnern wie der TU Dresden und der Fachhochschule Dresden sowie Unternehmen aus der Immobilienbranche testeten und diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wichtige Eckpunkte zur Entwicklung eines virtuellen Wohnübergabeszenarios.
In drei Arbeitsrunden gab es regen Austausch zu Theorie-, Praxis- und Projektfragen. Die Rückmeldungen der beteiligten Partner aus der Immobilienwirtschaft gestalten das Ergebnis des geplanten VR-Szenarios für das Projekt DOmIcILE-VR wesentlich mit und sorgen für realitätsnahe praxisrelevante Ergebnisse.
Das zu entwickelnde digitale Lernangebot wird im Rahmen des Projekts DOmIcILE-VR in die berufliche Ausbildung von Immobilienkaufleuten integriert und an der AFBB getestet. Das Projekt weiter.digital unterstützt die Entwicklung des Lernwerkzeugs durch wichtige Inputs aus der beruflichen Praxis und wird vom Ergebnis des Projektes gleichfalls profitieren: Das Lernangebot trifft nicht nur den Bedarf der Ausbildung, sondern eignet sich gleichermaßen für moderne arbeitsplatznahe Weiterbildungsmaßnahmen für Kleinst- und Kleinunternehmen der Immobilienwirtschaft.

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