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Gemeinsamer Workshop der Projekte weiter.digital und DOmIcILE-VR am 08.10.2019

Am 08.10.2019 fand auf dem Campusgelände der AWV GmbH ein gemeinsamer Workshop der Projekte weiter.digital und DOmIcILE-VR statt. Anwesend waren Projektmitarbeiter von weiter.digital und deren Praxispartner aus der Immobilienbranche. Gemeinsam mit Lehrenden der AFBB Dresden aus dem Immobilienbereich, Projektpartnern wie der TU Dresden und der Fachhochschule Dresden sowie Unternehmen aus der Immobilienbranche testeten und diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wichtige Eckpunkte zur Entwicklung eines virtuellen Wohnübergabeszenarios.
In drei Arbeitsrunden gab es regen Austausch zu Theorie-, Praxis- und Projektfragen. Die Rückmeldungen der beteiligten Partner aus der Immobilienwirtschaft gestalten das Ergebnis des geplanten VR-Szenarios für das Projekt DOmIcILE-VR wesentlich mit und sorgen für realitätsnahe praxisrelevante Ergebnisse.
Das zu entwickelnde digitale Lernangebot wird im Rahmen des Projekts DOmIcILE-VR in die berufliche Ausbildung von Immobilienkaufleuten integriert und an der AFBB getestet. Das Projekt weiter.digital unterstützt die Entwicklung des Lernwerkzeugs durch wichtige Inputs aus der beruflichen Praxis und wird vom Ergebnis des Projektes gleichfalls profitieren: Das Lernangebot trifft nicht nur den Bedarf der Ausbildung, sondern eignet sich gleichermaßen für moderne arbeitsplatznahe Weiterbildungsmaßnahmen für Kleinst- und Kleinunternehmen der Immobilienwirtschaft.

Jahreshauptversammlung 2019 des VSBI e.V.

Am 12.11.2019 fand die diesjährige Jahreshauptversammlung des VSBI e.V. in Frankenberg statt. Eine Vielzahl unserer Mitglieder und Projektpartner folgte der Einladung.

Im Tagungsordnungspunkt Projekte wurden die Anwesenden ausführlich über den Inhalt, aktuellen Arbeitsstand und nächste Aufgaben bei weiter.digital informiert.

In der Diskussion kam zum Ausdruck, dass viele Unternehmen vor dem Problem der Fachkräftegewinnung bzw. Weiterbildung der Mitarbeiter stehen. Sie erkennen mittlerweile, dass die Digitalisierung in der Bildung eine Chance für sie ist und werden zunehmend offener für neue Weiterbildungsformate.

Ergebnisse der Ausgangsanalyse: Bildungsanbieter

Im Projekt „weiter.digital“ entwickeln wir digital gestützte Weiterbildungskonzepte für den arbeitsplatzintegrierten Einsatz in Klein- und Kleinstunternehmen. Dafür wurde in einer Ausgangsanalyse zunächst der aktuelle Stand der Digitalisierung der Arbeits- und Bildungsprozesse bei den beteiligten Bildungsanbietern untersucht. Insgesamt 59 Mitarbeitende der drei Unternehmen – darunter vor allem Führungskräfte, Lehrpersonal und Sachbearbeitende – nahmen an der Online-Befragung teil.

Insgesamt nehmen die Befragten den Stand der Digitalisierung in ihren Unternehmen als durchschnittlich wahr, wobei erkennbare Unterschiede zwischen den drei Bildungsanbietern bestehen. Digitale Infrastruktur in Form einer Internetanbindung sowie von Hard- und Software ist in allen Unternehmen in hohem Maße vorhanden. Die Befragten bewerten ihre Qualität jedoch recht unterschiedlich (siehe Abb. 1).

Einschätzungen der Qualität der digitalen Infrastruktur (Auszug)
Abb. 1: Einschätzungen der Qualität der digitalen Infrastruktur (Auszug)

Die Qualitätseinschätzungen spiegeln sich auch in der Nutzungshäufigkeit der vorhandenen Infrastruktur wieder (siehe Abb. 2). Laut eigenen Angaben unterstützen die Lehrkräfte ihren Unterricht vor allem mit etablierten Medienformaten wie verschiedenen Internetangeboten und Präsentationssoftware, wohingegen eher neuartige Lehrformen und -werkzeuge wie beispielsweise die Flipped Classroom-Methode, interaktive Whiteboards oder virtuelle Meetingräume in den Weiterbildungskursen bislang kaum zum Einsatz kommen.

Häufigkeit der Nutzung der digitalen Infrastruktur (Auszug)
Abb. 2: Häufigkeit der Nutzung der digitalen Infrastruktur (Auszug)

Insgesamt zeigt die Ausgangsanalyse, dass bei allen drei Bildungsanbietern grundlegende digitale Strukturen vorhanden und etabliert sind. Hier möchten wir im Projekt anknüpfen und das Portfolio der digital gestützten Weiterbildung gemeinsam weiterentwickeln, um die vorhandene Infrastruktur noch effektiver zu nutzen.

Weiterbildung im Betrieb – Zukunftsicherung

Veränderungen in der Arbeitswelt durch Digitalisierung und demografischen Wandel erfordern auch für Klein- und Kleinstunternehmen eine ständige Weiterentwicklung der Kompetenzen und eine Anpassung der Qualifikationen der Beschäftigten.

Für die Wettbewerbsfähigkeit und für Innovationen ist deshalb ein kontinuierliches Erwerben von neuem Wissen elementar, um dauerhaft am Markt zu bestehen. Das wiederum hängt wesentlich von der Lernbereitschaft und den Lernkompetenzen der Beschäftigten ab.

Berücksichtigt man noch, dass in vier Jahren die Hälfte des betrieblichen Wissens veraltet ist , im IT-Bereich in eineinhalb Jahren, gewinnt Betriebliche Aus- und Weiterbildung einen hohen Stellenwert.

Erfolgreiche Betriebe sorgen deswegen dafür, dass ihre Beschäftigten ständig und systematisch lernen: im Arbeitsprozess, durch gezielte Weiterbildung und durch Ausbildung. Sie sorgen dafür, dass Lernen Freude macht.

weiter.digital entwickelt digitale Lernmedien, welche diesen betrieblichen Prozess unterstützen.

Umfrage zum Stand der Digitalisierung bei Bildungsanbietern

Überall sind die Schlagworte Digitalisierung 4.0, Neue Medien, Blended Learning usw. präsent.

Aber wie sieht es in der Praxis tatsächlich aus? Setzen Bildungsdienstleister digitale Medien ein? Wie wird der Stand der Digitalisierung eingeschätzt?

Um zu diesen Fragen ein realistisches Bild zu bekommen, haben wir gemeinsam mit unseren Projektpartnern* eine Online-Befragung entwickelt und setzen diese zur Zeit um.

Bedarfserhebung begonnen

Auf der Grundlage im Projekt erarbeiteter Befragungsbögen wird zur Zeit die konkrete Situation und Bedarfe zu Weiterbildungsthemen der Klein- und Kleinstunternehmen hinterfragt.

Wer sind wir?

Projekt „weiter.digital – Weiterbildungsbeteiligung von Kleinst- und Kleinunternehmen durch digitale Lernszenarien fördern“. Im Rahmen des Vorhabens entwickelt und erprobt die Technische Universität Dresden unter der Leitung des Verbandes sächsischer Bildungsinstitutionen (VSBI) in Kooperation mit der Akademie für Wirtschaft und Verwaltung GmbH, der future Training & Consulting GmbH sowie der AMS Ausbildungsgesellschaft für Metalltechnik und Schweißer mbH digitalgestützte Lernwerkzeuge für die berufliche Weiterbildung in Klein- und Kleinstunternehmen.

Die Lern- und Medienformate sollen die Lernenden sowohl beim Erwerb von Fachkompetenzen als auch von Methodenkompetenzen wie Medienkompetenzen unterstützen. Die Maßnahme wird finanziert durch die Europäische Union, den Europäischen Sozialfond sowie durch Steuermittel auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.

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